Holen wir die WM nach Freiburg

WM-Glosse in den Freiburger Nachrichten vom 5. Juli 2014

Russland ist 2018 dran. 2022 Katar. 2026 darf die WM laut Fifa-Regeln nicht in Europa stattfinden. Aber wir sind ja nicht in Europa. Also sollten wir uns um die Fussballweltmeisterschaft 2026 bewerben, finde ich. Und mit «uns» meine ich nicht die Schweiz, sondern den Kanton Freiburg.
Was Brasilien kann, können wir auch. Denn mal ganz ehrlich: Was unterscheidet Freiburg von Brasilien? Eigentlich nichts Entscheidendes. Weiterlesen

Das 2:5 ist meine Schuld

WM-Glosse in den Freiburger Nachrichten vom 23. Juni 2014

Ich bin schuld daran, dass die Schweiz gegen Frankreich so schmählich verloren hat. Nicht Benaglio. Nicht Lichtsteiner. Nicht Shaqiri. Schon gar nicht Hitzfeld. Ich ganz allein. Weiterlesen

Für immer himmelblau

WM-Glosse in den Freiburger Nachrichten vom 21. Juni 2014

Mein Herz schlägt höher beim Treppensteigen, nicht beim Fussballgucken. Aber als Luis Suárez Uruguay zum 2:1-Sieg gegen England schoss, da hüpfte mein Herz für einen kurzen Moment wie der Brazuca auf dem brasilianischen Rasen. Ich bin kein Fan, aber der uruguayischen Nationalelf bin ich etwas schuldig. Weiterlesen

Ein Fussballsommermärchen

WM-Glosse in den Freiburger Nachrichten vom 12. Juni 2014

Wahrscheinlich waren es die gegrillten Hühnerherzen vom brasilianischen Buffet. Vielleicht hatte ich auch einen oder zwei Caipirinhas zu viel geschlürft. Jedenfalls hatte ich einen seltsamen Traum. Seltsam, aber sehr schön. Ein wahres Fussballsommermärchen.
Die Fifa hatte die WM-Stadien und Fanmeilen kurzerhand zu sponsorfreien Zonen erklärt. In die Lücke sprangen die lokalen fliegenden Händler, die das Geschäft ihres Lebens machten und sich nach der WM zur Ruhe setzen konnten. Die Näherinnen in den Textilfabriken erhielten für jedes gefertigte Fussball-Shirt die Hälfte des Schweizer Ladenpreises und eigneten sich in einer unfreundlichen Übernahme Adidas und Puma an. Weiterlesen

Heuschrecken am Telefon

«Übrigens» in den Freiburger Nachrichten vom 15. Februar 2014

Hätte es zu Moses’ Zeiten schon Telefone gegeben, Gott hätte die Ägypter nicht mit Heuschrecken heimgesucht, sondern mit Telefonverkäufern. Denn die sind eine wahre Plage. Zum Beispiel Christelle vom Laboratoire Ouchy- Vichy-Waschi aus Lausanne, die regelmässig morgens um neun anruft, um mir die ewige Jugend anzudrehen – für königliche 69.90 pro fünf Milliliter Gelée. Oder die nette Dame von der Firma Bucarest Security, die einen Fachmann vorbeischicken will zur kostenlosen Analyse der Einbruchssicherheit meiner Wohnung – gerne auch abends. Oder Thomas, der mir in einem indisch gefärbten Englisch weismachen will, dass mein Computer sich ins digitale Nirwana verabschiedet, wenn ich nicht sofort seine Anti-Viren-Software kaufe, die er mir zu einem überteuerten Preis anbietet. Weiterlesen